Lexikon

Absolue

Absolues werden mittels Extraktion mit Hexan oder anderen Lösungsmitteln aus verschiedenen Teilen der Pflanze gewonnen; siehe Hexan, Lösemittelextraktion

Alambik

Al-anbiq (zusammengesetzt aus dem arabischen Artikel al und dem griechischen Wort ambyx für Gefäß); In der Alchemie auch Caput Mauri, Capitellum oder Galea genannt. Das Alambik besteht aus einem großen Gefäß welches zur Trennung der Stoffe genutzt wird. Durch Erhitzen und anschließendes Abkühlen entsteht das Destillat. Es weist außerdem ein langes, seitlich nach unten führendes Rohr auf, durch das das Destillat in ein Auffanggefäß ablaufen kann. Der Boden des Alambiks ist offen. Die Erfindung des Alambiks wird den Arabern zugeschrieben (9. Jahrhundert). Allerdings fand man durch Prof. Paolo Rovesti in Nord-Pakistan eine 5000 Jahre alte Tondestille, mit welcher Pflanzen destilliert wurden. Dies beweist, dass die frühsten Formen der Aromatherapie über 5000 Jahre alt sind.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige Duftstoffe, Äther=Luft, Himmel, der Duft. Das ätherische Öl sitzt in kleinsten Öltröpfchen an oder im Pflanzengewebe. Jedes ätherische Öl hat seine individuelle Duftpersönlichkeit

Akkord

Akkorde entstehen durch das Zusammenfügen verschiedener Einzelstoffe (Duftstoffe), die dann zu neuen Geruchbildern verschmelzen. Einfache und komplexe Akkorde werden als Bausteine für Parfümkompositionen verwendet.

Aura

Die Aura ist eine energetische oder magnetische Strahlung, die von jedem Lebewesen (Menschen, Tiere, Pflanzen) in unterschiedlicher Art und Menge ausgeht. Mit Hilfe von speziellen Apparaten kann man die Aura eines Lebewesens sichtbar machen (Kirlianfotographie). Die menschliche Ausstrahlung (die unsichtbare Hülle um uns herum) besteht aus elektromagnetischen Vibrationen und Radiationen, die mit einem Petri-Potentiometer mit Platinblättchen gemessen werden können. Es gibt einige wenige Menschen, welche die Aura in Form von Farben des persönlichen Nimbus sehen können. Eine schwache oder schlechte Aura, ist immer ein Beweis für einen schlechten seelischen oder körperlichen Zustand. Ein gesunder Mensch hat eine starke, strahlende Aura.

Basisnoten

Basisnoten halten am längsten im Parfüm und sind sogenannte Fixateure. Diese Düfte haben eine besonders tiefe Schwingung, die nicht leicht flüchtig sind und lange brauchen um sich in die Luft zu erheben. Solche Düfte stammen meist von Bäumen, Wurzeln oder Gewürzen.

Bouquet

Dieser Begriff wird in der Parfümsprache gerne verwendet um Blütendüfte in der Herznote zu umschreiben. Ein Bouquet setzt sich immer aus mehreren Blütenölen zusammen, welche harmonisch aufeinander abgestimmt sind.

CO2 Extrakte

Diese Methodik wurde Anfang der 80er Jahre entwickelt. Kohlendioxid oder Butan verflüssigen sich dabei unter Druck und lösen somit das ätherische Öl aus der Pflanze. Die so gewonnenen Öle weichen oftmals von den mit Wasserdampf gewonnenen Ölen ab, im Geruch und in den Bestandteilen.

Diethylphthalat

Kurz genannt DEP, mit dieser Komponente wird der Alkohol, welcher ins Parfüm kommt ungenießbar gemacht. Damit wird die Branntweinsteuer für Alkohol gespart. Des Weiteren bewirkt DEP, das der Duft besonders lange anhält. Jedoch wird die Substanz von der Haut aufgenommen und verändert nachweisbar den Schutzmechanismus der Haut.

Demter

Demeter ist griechisch und bedeutet Göttin der Fruchtbarkeit. Der gleichnamige Demterverband arbeitet nach anthroposophischen Prinzipien (Rudolf Steiner). Der Verband hält sich an strenge Richtlinien für höchstmögliche Bioqualität der Produkte. Dabei werden homöopathische und spirituelle Aspekte einbezogen.

Eau de Parfum

Abhängig von der Konzentration der Duftstoffe einer Mischung werden verschiedene Verdünnungen in prozentualen Angaben unterschieden, Eau de Parfum (EdP) ist im Normalfall 10- 14%ig, jedoch bei Intense-Varianten bis über 20%ig.

Enfleurage

Die Enfleurage ist neben der Wasserdampfdestillation die schonendste, aber auch zeitaufwändigste Gewinnungsmethode um kostbare Blütenöle wie Magnolie, Jasmin, Tuberose, Hyazinthe, Gardenia u.a. zu erhalten. Die fragilen Blüten werden in Palmfett (damals auch Schweinefett) gedrückt, das man auf Glasplatten streicht. Nach spätestens 2 Tagen werden die Blüten erneuert. Dieser Prozess zieht sich über mehrere Wochen bis das Fett mit dem Duftstoff gesättigt ist. Anschließend wird durch Alkoholextraktion das ätherische Öl aus dem Fett-Gemisch herausgelöst.

Hesperiden

In der Fachsprache der Parfümerie werden alle Zitrusnoten wie Orange, Mandarine, Zitrone, Bergamotte u.a. als Hesperiden bezeichnet. Ein anderer Fachbegriff ist „Agrumenöle“.

Herznote

Wie uns der Name schon verrät, bilden diese Düfte das Herzstück, die Mitte des Parfüms. Hierfür werden Düfte gewählt, welche die Eigenschaft besitzen unsere Emotionen zu beeinflussen. Dazu gehören vor allem blumige Noten oder Öle mit stark seelisch ausgleichenden Kräften wie Lavendel, Rose, Melisse, Kamille etc.

Hexan

Hexan ist ein Lösemittel, welches zur Herstellung von Absolues genutzt wird. Durch Hexanextraktion gewonnene Blütenöle sind in der Aromatherapie nicht anzuwenden, da immer ein Rest des Lösemittels im Absolue enthalten bleibt und damit die Heilwirkung des Elixiers verloren geht.

Isolate

Die aus ätherischen Ölen abgetrennten einheitlichen Riechstoffe werden als Isolate bezeichnet. Man spricht von „natürlichen Isolaten“, allerdings sind sie aromatherapeutischer Sicht minderwertig, da sie mit der Isolation ihre komplexe Heilwirkung verlieren. (z.B. Geraniol, Eugenol etc.)

Kaltpressung

Schonende Gewinnungsmethode um ätherische Öle oder Pflanzenöle zu erhalten. Bei der Kaltpressung werden die Ausgangsmaterialien zerkleinert und in einem Arbeitsgang ausgepresst ohne Verwendung chemischer Hilfsstoffe.

Kopfnote

Kopfnoten machen den „Angeruch“ des Parfüms aus. Sie sind sehr flüchtig, duften frisch, fruchtig, klar, kamphrig, grün. (z.B. Bergamotte, Minze, Orange etc.)

Resinoide

Resinoide werden aus dem Harz bestimmter Bäume gewonnen wie Tolubalsam, Myrrhe, Benzoe Siam etc., mit Alkohol angesetzt, erhitzt, vermischt, anschließend extrahiert und gefiltert.

Synthetische Duftstoffe

Diese Duftstoffe werden in halb- und vollsynthetische Duftstoffe unterteilt. Halbsynthetische Riechstoffe gewinnt man durch chemische Veränderung von Isolaten, so zum Beispiel Isoeugenol aus Eugenol und Vanillin aus Isoeugenol. Vollsynthetische Riechstoffe werden wiederum in naturidentische Stoffe und solche, die kein Vorbild in der Natur haben unterschieden. Alle Moschusriechstoffe welche in der modernen Parfümerie häufig verwendet werden, sind sogenannte NITROMOSCHUSRIECHSTOFFE und von synthetischer Herkunft. Sie reichern sich im Fettgewebe des Menschen an und stehen im Verdacht krebserregend und leberschädigend zu sein. Leider ist das geplante Verbot von der EU bis heute nicht umgesetzt wurden. Des Weiteren bleiben durch petrochemische Synthese immer Chemikalienreste im Endprodukt enthalten. Synthetische Duftstoffe zielen auf einen Dufteffekt ab, heilende Wirkungen auf unseren Organismus, wie bei den natürlichen Düften aus Pflanzen, können nicht erzielt werden.

unvergällter Alkohol

Dieser Alkohol wird auch „unvergällter Weingeist“ genannt. Es ist im Gegensatz zu vergällten Alkohol die reinere Alkohol-Form, bei der keine Chemikalien zum Einsatz kommen. (Methylethylketon, Petrolether u.a.) Der vergällte Alkohol ist Industriealkohol, der leider auch in der konventionellen Kosmetikbranche verwendet wird.

Wasserdampfdestillation

Die Wasserdampfdestillation ist eine sanfte Gewinnungsmethode, die mittels Wasserdampf geschieht. Dieser entreißt der Pflanze die Öltröpfchen. Dazu wird in einem großen Behältnis das zerkleinerte Pflanzenmaterial, welches auf einem Rost liegt mit Wasser erhitzt. Dar aufsteigende Dampf löst die ätherischen Öle aus der Pflanze. Der mit Öl angereicherte Wasserdampf wird in einem Rohr aufgefangen, was mit kaltem Wasser gekühlt ist und leitet das Destillat in ein Auffanggefäß. In den meisten Fällen schwimmt das Öl auf dem Wasser (Hydrolat) und wird abgeschöpft oder mit einer venezianischen Flasche getrennt. Dieses Verfahren erfordert viel Erfahrung, den Temperatur, Druck und Zeit müssen auf die zu destillierende Pflanze abgestimmt sein.

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